Aktuelles
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"Bienenvertreibungs-Sprays"

Nachricht aus dem Bieneninstitut Celle
Mai 2012

 

Aus aktuellem Anlass - angeregt durch telefonische Nachfragen bzgl. Nutzen oder Gefahren von so genannten Bienenvertreibungssprays möchten wir Sie an unseren Aussagen und Standpunkt teilhaben lassen. Derartige Vertreibungsmittel gehören nicht in eine gute Imkerei, die möglichst naturbelassenen Honig produzieren und nachhaltig arbeiten möchte.

Es gibt mit dem Smoker eine alt bewährte und völlig ungefährliche Methode Bienen zu besänftigen und etwas zurückzudrängen. Diverses natürliches Brennmaterial zeigt dem praktischen Imker, wie gut das vorhandene System funktioniert.

In der Vergangenheit haben Imker beim Einsatz von „Fabyspray“ Lehrgeld zahlen müssen, da ihre Honige mit dem Wirkstoff DEET aus dem Spray belastet und damit nicht mehr verkehrsfähig waren. Derzeit wird in Imkerkreisen für andere auf dem Markt erhältliche Produkte geworben. Diese sollen wohl keine insektiziden Wirkstoffe, sondern nur Duftstoffe enthalten.

Vorsicht! Duftstoffe können den Beuteninnenraum, Waben und Honig belasten. Sind derartige Duftstoffe sensorisch im Honig feststellbar, ist der Honig nach der Honigverordnung (Anlage 2, Abschnitt 1 in Verbindung mit §§ 2 + 4) nicht mehr verkehrsfähig, weil ihm etwas Honigfremdes zugesetzt wurde. Nach hiesiger Kenntnis sind die beworbenen Sprayprodukte nicht auf ihre angebliche Unbedenklichkeit bzgl. Rückstandsverhalten getestet worden.

Ferner ist zu bedenken, dass ein großer Teil der Kommunikation und Informationsaufnahme im Bienenvolk über Duftstoffe (Pheromone, Pollenvorrat, frischer Wabenbau, Honig, etc.) erfolgt. Es ist denkbar, dass hier derartige künstlich eingebrachte Duftsprays zu Informations- und Kommunikationsstörungen führen können.

Gruß aus dem Bieneninstitut
Werner von der Ohe


 
 

"Erfolgreich imkern"
Tipps für Mai 2012

von Frank Nieser

Honig schleudern und richtig lagern
Der Honig stellt für mich, neben dem Verkauf von Bienenköniginnen, die Einnahmequelle dar, mit der ich nicht nur mein Hobby finanzieren, sondern auch einen Gewinn erwirtschaften kann.

Zum Schleudern und Lagern des Honigs habe ich mir vor fünf Jahren einen Kellerraum umgebaut. Der gekachelte Raum ist gut sauber zu halten, und der Keller bietet mit 14 – 16 °C ideale Lagerbedingungen. In meinen Honigraum gehören neben einem Thermometer auch ein Hygrometer, damit der hygroskopische Honig kein Wasser aus der Luft aufnehmen kann. Zum Glück ist dieser Raum gut belüftet und deshalb trocken. Sollte jemand Probleme mit seiner Lagerörtlichkeit haben, so kann man die Luftfeuchtigkeit mit einem handelsüblichen Luftentfeuchter reduzieren. Mein Betrieb ist beim Gewerbe- und Lebensmittelkontrolldienst gemeldet, und ich werde regelmäßig überprüft und beprobt. Grundlagen für die Kontrollen durch den Gewerbe- und Lebensmittelkontrolldienst sind in erster Linie die Honigverordnung und die Hygieneverordnung. Auf die rechtlichen Bestimmungen möchte ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen und empfehle allen Imkern die Honigschulungen in den einzelnen Landesverbänden.

Wann ist der Honig reif und wie schleudere ich?
Bevor ich den Honig ernte, prüfe ich zuerst, ob er reif ist. Dazu gehört insbesondere der richtige Wassergehalt: 16,5 % ist dafür bei mir die Grenze. Gerade bei Akazien- und Kastanienhonig kann der Wassergehalt manchmal höher sein. Am Abend vor der Schleuderung mache ich bei starken Völkern die „Spritzprobe“ und entnehme im Zweifelsfall aus der Mitte einer verdeckelten Wabe etwas Honig. Mittels eines Refraktometers wird dann der Wassergehalt bestimmt. Danach lege ich die Bienenfluchten ein; am nächsten Morgen werden die Honigräume abgehoben und der Honig sofort, noch „warm“ geschleudert.

Nach dem Schleudern läuft der Honig bei mir durch das Doppelsieb und im Anschluss noch durch ein doppeltes Perlonspitzsieb. Aus Erfahrung empfehle ich mindestens zwei Doppelsiebe. Bei Blüten- und Rapshonig, die sehr zäh sind, setzen sich die Doppelsiebe schnell zu. Wenn ich dann wechsele, kann der Honig durch das zweite Sieb weiterlaufen, während ich das erste Sieb reinige. Die Lagerung meines Honigs erfolgt in Kunststoff-Hobbocks bzw. 25-kg-Eimern. Diese kann ich mittels eines Einkochers im Wasserbad sehr schonend erwärmen (38 °C), um den Honig später abzufüllen.

Allgemeine Arbeiten/Hinweise im Mai
Einige Tage vor der Wanderung erkundige ich mich, ob dort kein neues Sperrgebiet eingerichtet wurde und melde mich beim zuständigen Wanderwart des Gebietes an. Auch ein Check des Autos und des Anhängers sind einige Tage vor Fahrtantritt angesagt Die Völker werden jetzt regelmäßig auf Schwarmzellen kontrolliert. Dazu reicht mir bei einjährigen Königinnen die Kippkontrolle. Die dritte Etage wird heruntergenommen und die zweite Etage nach vorne gekippt. Nur wenn die Bienen zwischen beiden Etagen Weiselzellen angeblasen haben, wird das ganze Volk kontrolliert.

Mit den ersten Zuchtserien werden die Ableger gebildet und mit einer schlupfreifen Zelle beweiselt. Sie kommen dann auf meinen Ablegerstand.

Quelle:
Deutsches Bienen-Journal (Deutscher Imkerkalender 2011)


 
 

Sammelbestellung Varroamittel für 2012

Hallo liebe Imkerinnen und Imker,
wie in den letzten Jahren schon, werden wir auch in diesem Jahr wieder eine Sammelbestellung der Varroa-Bekämpfungsmittel auf Kreisebene durchführen. Hierzu finden Sie im Anhang eine Excel-Liste mit den Preisen vom Vorjahr.Mit der Anwendung der organischen Säuren
Ameisensäure ad us. Vet. 60% („Varroacid“,
Oxalsäure und Milchsäure kann man jegliche Rückstände im Bienenwachs und damit auch im Honig vermeiden. Das thymolhaltige Präparat („Thymovar“) riecht auch heute noch sehr stark und kann bei lang andauernder Verwendung zu Geruchsverfälschungen im Honig führen. Perizin ist ein hochwirksames Medikament, das jedoch mittlerweise auch in sehr vielen Bienenwachsproben nachzuweisen ist. Ab einer gewissen Konzentration im Wachs geht es von dort auch in den Honig über. Mit Ausnahme der Ameisensäure wirken alle Varroa-Bekämpfungsmittel nur auf den Bienen, sie bekämpfen nicht die Varroen, die in den Brutzellen auf den Larven sitzen. Nur die Ameisensäuredämpfe töten auch die Varroen in den Brutzellen ab.

Schickt bitte eure Bestellungen bis Mitte Mai an eure Vereinsvorsitzenden, die die Sammelbestellungen dann an den Gesundheitsobmann des Kreisimkervereins, Christoph Schmieta, Hedwigsruh, 30900 Wedemark, weitergeben werden.

Perizin

Perizin Set

Varroacid

Oxalsäure

Michsäure

Thymovar

19,94 €

27,90 €

6,89 €

20,49 €

6,28 €

18,39 €

Flasche

Flasche + Set

1 Liter

2 x 500 ml

1 Liter

Beutel 2x5 Streifen

5 Völker

5 Völker

6 bis 7 Völker

20 bis 30 Völker

 

5 Völker

Abgabe der Bestellung bis 31. Mai bei Herrn Schmieta,
Auslieferung der Ware am 23. Juni (geplant) auf dem Lehrbienenstand Langenhagen.

Mit imkerlichem Gruß
Reinhold Hergemöller
Kreisimkerverein Hannover
Meitzer Busch 31
30900 Wedemark


 
  Rückschau:

Tag der offenen Tür im Bieneninstitut Celle (LAVES)
am 4. September 2011

Am ersten Sonntag im September öffnet Jahr für Jahr das Bieneninstitut seine Pforten und bietet einen Einblick in seine Arbeit. Aus allen Landesteilen, insbesondere aber aus Celle strömen stets Menschenmassen in diese herrliche Anlage mit nostalgischer Bausubstanz und zauberhaften Bienengärten. In den Werkstätten konnten die Besucher die vielfältigen Imkereigerätschaften, die Honigabfüllmechanismen und vieles mehr bestaunen. Großen Zuspruch fand auch die Möglichkeit, die vielfältigen Honigsorten aus Niedersächsischen Landschaften zu kosten. Im Vortragssaal liefen den ganzen Tag Präsentationen über Bienen, Wildbienen und die Imkerei. Sehr gut besucht wurde die Vorführung von Imkermeister Ingo Lau im Flechten von Bienenkörben. Aber auch Kinder kamen nicht zu kurz: Wettbewerbe, die Betrachtung von Bienen unter dem Mikroskop und manches mehr lockte Kinder und Jugendliche in die Räume des Instituts. Der zwischenzeitlich einsetzende Regen konnte die gute Stimmung nicht trüben. Danke Bieneninstitut.

   

   

   

   

       


 
   

Nie wieder...
Völkerverluste durch Varroa
- einfach & gut... das "BiV-Projekt"
-

von Dr. Pia Aumeier

Hier klicken um PDF-Datei herunterzuladen

(Bitte Geduld, diese PDF ist eine große Datei, das Herunterladen kann bei langsamen PCs etwas dauern!)


 
 

LAVES
Institut für Bienenkunde Celle

Jahresbericht 2010
des Bieneninstituts
Celle
 

von Dr. Werner v.d. Ohe und Mitarbeiter

Zum Lesen des Jahresberichts bitte auf diesen Text klicken


 
 

Zahlen und Fakten aus dem Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2010
des LV Hannoverscher Imker e.V.
 

Mitgliederbestand / Bienenvölker (Vergleich zum Vorjahr in Klammern):
Gesamt: 5492 (5511); Entwicklungstendenz in etwa gleichbleibend.

Jugendliche: 69 (74); Entwicklungstendenz leicht fallend.

Mitgliedsstärkste Kreise: Hannover 578 (575), Rotenburg 364 (364), Harburg 339 (341), Entwicklungstendenz in etwa gleichbleibend.

Bienenvölker: 42538 (42377); Entwicklungstendenz in etwa gleichbleibend.

EU- und Landesförderung 2009 / 2010 (Euro) In Klammern die Zahlen für 08/09:
156.130 (148.300), davon für
Zucht 30.960 (32.191),

Schulung 48.428 (51.015),

Honiganalysen 19.624 (13.435),

Beratungsunterlagen 17.845 (3.993)

Startgeld für neue Bienenstände 178 (182) 35.116 (41.801). Achtung: zwischen Einrichtung eines Standes (Antragsstellung) und der Überweisung des Fördergeldes kann ca. 1 Jahr vergehen.

Imkerversicherungen:
Die Prämien blieben unverändert. Die Schadensfälle bewegten wie im Vorjahr, dabei Spritzschadenfälle: 71 Völker (125). Eine Präzisierung der Bienenschutzverordnung in Sachen Kartoffelanbau ist unumgänglich.

Beobachtung der Bienenweide:
Von 27 regionalen Wetter- und Weidebeobachtern wurden 126 (248) Berichte abgegeben. Es werden weitere Beobachter gesucht. Melden Sie sich bitte bei Herrn Robert Blohm über rblohm28@aol.com

Bienengesundheit:
Messpunkt-Monitoring für das Labor des Bieneninstituts, Celle, wurde in fast allen Kreisimkervereinen durchgeführt. Der Nutzen ist groß. Achtung, künftig soll je Kreis nur eine Person Proben einsenden, sonst entstehen evtl. Irritationen. Die nächste Tagung der Obleute für Gesundheit findet am 12. November 2011 im Bieneninstitut Celle statt. Um Anregungen für die Programmplanung bittet Frau Dr. Brückner unter Tel. 0421-2183459.

Honig und Honigmarkt:
2010 wurden 82 (80) Honigproben gezogen, von denen 85 % (82) den Anforderungen der DIB-Honigverordnung entsprachen.

Der Raps honigte auf mageren Sandböden ohne Beregnung aufgrund der Trockenheit fast nicht. Auch die Robinie nur mittelmäßig. Dagegen waren die Sommertracht und auch die Lindetracht überraschend gut. Die Heide war in starkem Maße vertrocknet.

Rechtswesen:
Seit dem letzten Jahresbericht hat sich nichts Nennenswertes ereignet.

Schulungen:
In den Ortsvereinen waren 63 Veranstaltungen mit 1.580 Teilnehmern, auf Kreisebene 93 Schulungen mit 2.400 Teilnehmern, auf Landesverbandsebene 24 Schulungen mit 675 Teilnehmern. Insgesamt 180 Veranstaltungen mit 4.655 Teilnehmern. Diese Schulungsmaßnahmen wurden mit 48.428 Euro aus EU- und Landesmitteln bezuschusst.

Zucht:
Die Völkerverluste im Frühjahr waren höher als im Vorjahr. Sie sind überwiegend auf die Varroamilbe zurückzuführen. Die Begattungsergebnisse auf den Landbelegstellen wie auch auf den Inselbegattungsstellen betrugen rd. 78 %.
Die nächste Züchtertagung findet am 27. Februar 2011 in Celle statt. Der Jahresbericht ist auch unter www.bienenzucht.de einzusehen.

Medien:
Das Internet hat das Monopol der klassischen Medien beendet. Als Bürger und Internetnutzer kann sich jeder in allen bereichen im Internet kundig machen. Alle Infostellen haben heute eigene Websites. In Zukunft werden keine Filme mehr als DVD nachgekauft.

„Anfängerkurs Bienenhaltung, Handreichung zur Vermittlung von imkerlicher Theorie und Praxis“ (Dr. Aumeier), eine PowerPoint-Präsentation. Ideal für Kursleiter, nicht für Kursteilnehmer.

Für den Terminkalender:

Die Vertreterversammlung im nächsten Jahr findet am 18. Februar 2012 in Verden (Aller) statt.

Dr. A. Asztalos


 
 

Grundwissen für Imker
„Schulungsmappe

Zum Start ins neue Imkerjahr 2011 und begleitend zu ihren fachpraktischen Kursen bietet der Deutscher Bauernverlag GmbH für Neueinsteiger und erfahrene Imker die „Schulungsmappe“ an.

12 übersichtliche Themenkomplexe vermitteln in Form von redaktionellen Beiträgen und Arbeitsblättern Imkerwissen auf dem neuesten Stand.

Preis: 25,- Euro plus 3,95 Euro Versandkosten (Inland) an.

Zu bestellen bei:
Deutscher Bauernverlag GmbH, Postfach 310448, 10634 Berlin, Tel.: 030-464 06-0, Fax: 030-464 06-451, per Internet: www.bienenjournal.de


 
 

Auszug aus der neuen Verpackungsverordnung

Die 5. Novelle der VO ist bereits am 1.1.2009 in Kraft getreten.
Ihre Umsetzung ist für viele am Wirtschaftsleben Beteiligte (auch für Imker) noch nicht eindeutig geklärt. Der D.I.B. versucht, deutliche Aussagen zur Umsetzung zu erhalten. Tatsache ist: Als sog. Erstinverkehrbringer der Honiggläser muss sich der Imker einer Firma des Dualen Systems anschließen. Dies muss er nur dann nicht, wenn er unmissverständlich dokumentiert, dass er die Gläser zurücknimmt. Was bedeutet das? Der Imker muss erklären, dass er

  1. Pfand für das Glas erhebt,
  2. einen entsprechenden Aufkleber auf dem Glas verwendet,
  3. in der Verkaufsstelle mit einem Plakat auf die Rücknahme hinweist oder
  4. im eigenen Ladengeschäft oder im Einzelhandel einen Korb für die gebrauchten Honiggläser aufstellt und um Rückgabe der Gläser bittet.

Der D.I.B. hat ab sofort zwei neue Glasaufkleber „Pfandglas“ Art.-Nr. 203001 sowie „Um Rückgabe des Honigglases wird gebeten“ Art.-Nr. 203002 in sein Sortiment aufgenommen. Ein perforiertes Blatt mit schwarzer Schrift auf weißem Grund je 102 Stück erhalten Imker zum Preis von 0,80 Euro beim D.I.B., Villiper Hauptstr. 3, 53343 Wachtberg, Tel. 0228-932 9215 bzw. 0228-932 9216.

Bitte beachten Sie diese Neuerung unbedingt und stellen Sie Ihre Kunden darauf ein.