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Unser Imkerverein |
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Pressebericht
Hannoversche Allgemeine Zeitung
Imkerverein Lehrte informiert Bürger
zur Imkerei (auf Link klicken) |
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Imkerverein Lehrte bei den
"Forschertagen" Ilse und Peter Spitzenberg
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Über den
„Hannoverschen Imkertag“
Zum Rahmenprogramm gehörte auch die Ehrung der Gewinner des Honigwettbewerbs. Unser Verein hat da so richtig abgestaubt. Silberne Urkunden erhielten unsere Vereinsmitglieder Dora Strohkirch, Christian Messer, Bernd Kiefert sowie Ilse und Peter Spitzenberg (s. Bild). Herzlichen Glückwunsch. Viel Sympathie erntete auch die Vorstellung der Schul-Imkerei des Schulzentrums Stöcken, Hannover, durch ihren Schulleiter und AG-Leiter Werner Schlüter. Ziel der Schul-Imkerei ist die Förderung der forschenden Persönlichkeit der Schüler und die Umweltbildung durch eine ökologische Bienenhaltung. Es zeigte sich auch, dass die kluge Führung einer Schule kleine Wunder bewirken kann. Die AG war auch Preisträger auf der „Ideen-Expo 22“. Auch gilt die Aktion als offizielles Projekt der Weltdekade 11/2012. Eine tolle Truppe aus Hannover Stöcken. Und nun eine Rückschau auf die beiden Vorträge. Diese habe ich aus praktischen Gründen in zwei eigenständigen Berichten zusammengefasst. Sie sollen später jeweils unter verschiedenen Sparten in das Archiv einfließen. Lesen Sie also anschließend meine Ausführungen.
Vortrag Nr. 1: Das
Familienunternehmen „Fürsten-Reform GmbH“ betreibt seit 1933 einen
Honigabfüllbetrieb. Er bedient u.a. Langnese (wurde 2005 von Oettker
übernommen und verarbeitet sowohl flüssigen als auch cremigen Honig),
Biophar (Lizenz seit 1987). u.a. Zum Thema „genveränderter Honig“ (GVO) soviel: Das Thema ist relativ neu und betrifft eigentlich nur Importhonige. Aber die Labore sind noch nicht in der Lage den Genanteil zu quantifizieren. Dadurch herrscht eine Unsicherheit und kann auch keine Kennzeichnung erfolgen. In den Regalen der Märkte findet man auch keinen Honig mit der Bezeichnung „mit genveränderten Pollen“, auch wenn der Honig aus solchen Quellen stammen sollte. Für Käufer von "Deutscher Honig" ist das Risiko gering, weil die Landwirtschaft meist kontrolliert ihre Saat anbaut. Übrigens, die Laborkosten sind sehr hoch und betragen 200 bis 800 Euro, je nach Ausführlichkeit der Prüfung.
Prozedere bei der Produktion im Abfüllbetrieb: Welche Mängel können vorkommen?: Wassergehalt über 18%, enzymarm, gegoren, Lagerschäden, Hygienemangel, Verpackungsmängel (gestattet sind nur fabrikneue Kunststoffgebinde; abgelieferte Gebinde werden gegen neue ausgetauscht), Deklarationsmängel, Rückstände (z.B. Antibiotika). Aus den deutschen Lieferungen werden nur 1% beanstandet! Ein gutes Ergebnis für uns. Der zu verarbeitende Honig ist immer ein Gemischhonig aus unterschiedlichen Imkerbetrieben, überwiegend aus Südamerika aber auch aus Deutschland. Was früher lukrativ war, die Sortenhonige, verschiebt sich Richtung Blütenhonig (Sommertracht). Denn es wird für die Bienen offenbar immer schwieriger Pollenquellen aus Gebieten mit vielen unterschiedlichen Blüten zu finden. Übrigens, Langnese behandelt den Honig nicht, um ihn flüssig zu bekommen, sondern sucht auf dem Markt Honige mit extrem hohem Fructoseanteil, die von den Kunden begehrten Flüssighonig für den Handel ergeben. Das Problem ist nur, es gibt zu wenige Flüssighonigspender, eigentlich nur Akazie und Linde. Ankaufspreise: bei hochwertigen, deutschen Honigen liegen sie relativ hoch, nämlich bei etwa bei 3,10 Euro je Kilo ab einer Menge von mindestens 200 Kilogramm. A. Asztalos
Vortrag Nr. 2:
Frau Dr. Aumeier arbeitet als Wissenschaftlerin an einer Universität in NRW und – kaum zu glauben – bearbeitet „so nebenbei“ 150 Wirtschaftsvölker und bildet jährlich 300 Ableger. Klar, dass sie rationalisiert was und wo sie nur kann, und bezeichnet dies als die Arbeitsweise eines „faulen Imkers“ was sicher nur die halbe Wahrheit ist. Die andere hälfte nämlich ist , dass sie einfach weniger Zeit für die Völkerführung hat als wir Freizeitimker. Und da ist auch schon der Unterschied zwischen Frau Dr. Aumeier und uns Kleinimker, wenn wir mit bis zu 9 Völkern gar nicht Zeit sparen wollen, sondern, im Gegenteil, uns gerne ausführlich mit unseren Völkern beschäftigen möchten. In dieser Hinsicht redeten wir in der Vortragsveranstaltung etwas an einander vorbei. Denn die maximale Zeit, die Imker für die Bearbeitung eines Volkes aufbringen sollen beträgt nach Frau Dr. Aumeier nur rd. 3 Stunden. Pro Jahr! Was bliebe uns da noch für Spaß übrig?
Hier stichwortartig Inhalte aus dem Vortrag: Bezüglich
Rähmchen plädierte die Referentin für Zander. Mag sein, dass in ihrer
Gegend Zander weit verbreitet ist, in Norddeutschland ist DN beliebter. Man
orientiere sich am „ortsüblichen“ Maß um Völker problemlos verkaufen zu
können. Der Oberträger sollte höher sein als früher üblich, weil dann
dieser von den Bienen nicht zugebaut wird. Auch Abstandhalter lehnt
Frau Dr. Aumeier ab, verdickte Seitenträger nach Hoffmann sind nach ihrer
Ansicht einfacher in der Handhabung. Kann sein, aber das kann einschränkend
sein beim Verkauf eines Volkes an Imker, die mit Abstandshaltern
imkern. Umgekehrt ist es mit Hilfe von Adaptern aus dem Handel kein Problem. Kälte spielt für die Bienen keine Rolle. Sie beheizen nicht ihre Kiste, sondern nur die Traube. Auf unterschiedliche Winterverhältnisse reagieren sie verschieden, aber sie überleben. Kein Volk stirbt durch Kälte. Winterverluste über 5% gehen auf den Konto des Imkers, weil er beizeiten offenbar ungenügend gegen die Varroen unternahm. Im Sommer ist das üble Treiben der Milben im Volk an der Populationsgröße nicht erkennbar, erst wenn die Winterbienen geschädigt sind, ist die Auswinterung massiv gefährdet. Und was bewirkt Nosema? Sie entsteht nur in schwachen Wintertrauben, die nicht genügend Wärme erzeugen können. Deshalb nur starke Völker einwintern und diese sorgfältig entmilben! Auch Viren (die in jedem Volk existieren) werden erst gefährlich, wenn ein Volk geschwächt ist – z.B. durch Varroamilben. Keine Sorge, Pollenmangel soll es nirgends geben, pollenarme Landschaften in Deutschland existieren nicht - na hoffentlich. Gegenteilige Behauptungen in den Medien sollen Panikmache sein. Zu dieser Erkenntnis soll das Bieneninstitut gekommen sein. Ob das auch so stimmt? Vergiftungen sind zwar nicht ausgeschlossen aber sind eher nur Einzelereignisse, sagt Frau Dr. Aumeier. Baurahmen
neben die Randwabe hängen und nie an das Brutnest oder
an Mittelwände. Sonst ist der Abstand von Wabe zu Wabe zu groß. Und
immer in die zweite Zarge, dann wird das Volk bei der Kontrolle nicht
durch Zargenheben gestört. Zur Schwarmvorbeugung die Völker frühzeitig erweitern. Und keine Waben ziehen, sondern alle 7 Tage Kippkontrolle machen (faule Imker). Jungvölker nicht zu stark, am besten mit nur 2 Brutwaben bilden und gleich zu Beginn mit Milchsäure gegen Milben behandeln. Ablegerkästen sind rausgeschmissenes Geld und nehmen 11 Monate lang im Keller Platz weg. Deshalb Ableger gleich von Anfang an in Zargen bilden. Keinen Schied usw. verwenden, weil nicht nötig. Nicht sofort nach der letzten Schleuderung mit Ameisensäure behandeln, sondern erst Ende August. Mit Oxalsäure erst behandeln, wenn die Witterung kalt geworden ist. Je kälter desto besser, weil die Traube dann dichter sitzt. Fettlösliche Mittel (Perizin, Thymol) nicht verwenden, wasserlösliche (Ameisen- und Oxalsäure; bei Ablegern Milchsäure) sind die richtige Wahl.
Ganz schön viele Tipps, nicht wahr? Kein Wunder, denn Frau Dr. Pia Aumeier
hatte viele davon auf Vorrat. Dr. Arpad Asztalos
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Rückschau auf den Stammtisch unseres Vereins
Einfache Völkervermehrung
Seit
etwa 25 Jahren ziehe ich Königinnen in Vier-Waben-Kästen als Brutableger
mittels Eistreifen. Die Ablegerkästen haben einen oben liegenden Futterraum.
Diese Methode eignet sich besonders für Hobbyimker mit einer geringen
Völkerzahl. Ich verzichte auf das "Schulmäßige“ d.h. Allerdings ist auch das Verschulen von Weiselzellen nicht möglich!
Mein Zeitplan: 2.
Neun Tage später – Anfang Mai
3. Am nächsten Tag vormittags 4. etwa sechs Wochen werden wir uns gedulden, bis zum Schlupf der Königin, eine bis zur Begattung, eine bis zur Eiablage und zwei bis die junge Brut verdeckelt ist.. Der Zeitraum verkürzt sich um eine Woche, wenn ich den Ableger mit einer verdeckelten Nachschaffungszelle aus einer stillen Umweiselung aus einem guten Volk bestückt hatte. Bis zum Schlupf der Königinnen keine Nachschau, da die Gefahr besteht, Weiselzellen zu zerstören. Es bleibt die Fluglochbeobachtung und die Pflege durch Futtergaben. Die stärkste Königin setzt sich durch und geht in Brut. Bevor die Brut verdeckelt wird, kann etwas Oxalsäure geträufelt werden. Nach den besagten sechs Wochen können die Ableger in einräumige Beuten umgesetzt werden. Hat es nicht bei allen geklappt, kann man das weisellose Volk einem weiselrichtigen zugeben. Falls der Ableger bereits drohnenbrütig ist, wird dieser abseits des Stands abgefegt. Das kam bisher bei mir nie vor. Jetzt gut pflegen, besonders bei schlechtem Wetter das Füttern nicht vergessen. Anfang bis Mitte Juli kann die Erweiterung auf zwei Räume erfolgen. Ich erweitere nach oben und hänge dabei 3 – 4 Brutwaben hoch. Bereits Mitte bis Ende Juli ein halbes Paket Futterteig geben - es wird sehr gut abgenommen. Die Ableger werden mit in die Varroabehandlung einbezogen. Ende August durch Wiegen oder Schätzen Winterfuttervorrat ermitteln und notfalls flüssig nachfüttern – fertig sind starke, überwinterungsfähige Völker! Foto: P. Spitzenberg |
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Über die JHV 2012 des Imkervereins Lehrte Am 22. Januar fand die Jahreshauptversammlung 2012 des Imkervereins Lehrte statt. Vereinsrechtlich ist es vorgesehen, jährlich eine JHV durchzuführen. Sinn der Versammlung ist es, zwischen Vorstand und Mitgliedern die formale „Wechselbeziehung“ zu pflegen. Dazu gehören insgesamt die Jahresberichte als offizielle Information der Mitglieder. Und dazu gehört natürlich auch die Offenlegung der Kassenbilanz.
Unter
„Geschäftliche Mitteilungen“ wurde unter anderem auf anstehende
Informationsveranstaltungen hingewiesen (Vertreterversammlung, Imkertag u.a.),
auf die Möglichkeit des Ausleihens von imkereitechnischen Vorrichtungen
Herr Fred Rißland organisiert eine Tagesfahrt nach Volpriehausen. Abfahrt mit dem Bus am 16. Juni 2012, 8.00 Uhr in Lehrte. Preis 43 Euro/Person. Anmeldung bei Herrn Rißland unter Telefon 05147-1445. Bitte schieben Sie die Anmeldung nicht hinaus. Der Organisator muss schließlich planen können. Die JHV wurde mit einem sehr interessanten Info-Vortrag von Herrn Kreisvorsitzenden Dr. Reinhold Hergemöller zum Thema Wachskreislauf und alternative Varroabekämpfung abgeschlossen (s. "Wissenswertes" auf dieser Homepage). An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön dafür, dass er für uns seinen Sonntagnachmittag geopfert hat. Arpad Asztalos |
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Wie sind wir Imker versichert?
Referat von Gerhardt Fuhrich Zur Geschichte der Imkerversicherung: Im Jahr 1907 wurde der erste Versicherungsverein mit ca. 28.000 Mitgliedern ins Leben gerufen (der Deutsche Imkerbund entstand ein Jahr später). Die Mitgliedschaft war anfangs freiwillig, aber bald traten die Landesverbände dem Versicherungsverein geschlossen bei. Die Versicherung der Mitglieder in Imkervereinen wurde zur Pflicht. Später im Jahr 1939 trat auch eine Imkerunfallversicherung in Kraft. Die Versicherung beschränkte sich anfangs auf die nackten Bienenvölker. Bald war es aber möglich, Zusatzversicherungen für andere Art von Schäden abzuschließen. Heute gilt der Versicherungsschutz auch für Beuten, Bienenhäuser, Freistände, Wanderwagen, Inventar, Honigvorrat, u.a.. Auch Aufräumungs- und Entsorgungskosten gehören dazu. Die breite Palette der Versicherungsleistungen beinhaltet Frevel (wobei Zerstörungen durch Tiere nicht versichert sind), Feuerschäden, Unfälle, Diebstahl, Vandalismus, Vergiftungen durch Pflanzenschutzmittel, Einbruch, Sturm-, Hochwasser- und Überschwemmungsschäden. Gut zu wissen: auch selbst verschuldete Schäden werden berücksichtigt (z.B. Verbrausen von Völkern bei Wanderungen, Brand durch Rauchtopf). Wer anderen einen Schaden zufügt, sollte unbedingt eine Haftpflichtversicherung haben. Als Vereinsmitglied haben Sie diese und zwar mit 5 Mio für Personen- und Sachschäden und ¼ Mio Euro für Vermögensschäden. Der Versicherungsschutz besteht bei Ausübung einer imkerlichen Tätigkeit aber auch bei Veranstaltungen der Imkerorganisationen und bei ehrenamtlichen Verbandsaufgaben. Dies gilt auch für Angehörige und Hilfskräfte. Die finanzielle Erstattung für die Schäden erfolgt unter Wert, warum? Eine wertgerechte Versicherung könnte zum Missbrauch verleiten. Nicht jeder Mensch ist ehrlich. Die Erstattung beträgt in der Regel 52 Euro je Volk mit Waben, 52 Euro je besetzte Beute, 26 Euro je Ableger mit Waben, 12 Euro für Futter und 36 Euro für Ernte in der Beute. Für Bienenhaus, Wanderwagen und Freistand beträgt die Höchsterstattung 520 Euro, für Inventar 420 Euro. Nicht besetzte Beuten gelten als Inventar. Wichtig: Die üblichen Hausratsversicherungen beinhalten nicht Schäden auf dem Bienenstand. Im Rahmen der Unfallversicherung gelten der Tod, mögliche Folgen von Invalidität und die Wiederherstellung der Gesundheit. Bei Unfällen gilt der Grad der Invalidität, bei Verlust von Funktionstüchtigkeit von Arm und Schulter (70 %), Hand im Handgelenk (55 %), Daumen (20 %), Zeigefinger (10 %). Die Deckungssummen sind relativ gering, also Imkerfreunde immer schön aufpassen! Auch Rechtsschutz ist in begrenztem Umfang Bestandteil der Versicherung bei einer Wahrnehmung der Bienenhaltung. Er gilt nicht für eine juristische Beratung, sondern wird erst bei Klage wirksam. Für kostenlose Beratung kann aber der Justiziar des LV Hannoverscher Imker e.V. angesprochen werden. Was tun bei einem Schaden? Den Schaden schriftlich festhalten (Zeugen), evtl. Polizei einschalten. Grundsätzlich dem Vereinsvorsitzenden Meldung machen (er verfügt über die notwendigen Formblätter), der wiederum den Landesverband und dieser schließlich die Versicherung einschaltet. Die Sachlage muss präzise beschrieben werden („Schadensanzeige“). Bei Straftaten (Diebstahl, Brandstiftung) muss auch bei der Polizei Anzeige erstattet werden. Bei selbst verursachten Schäden grundsätzlich nie vor Ort Schuldeingeständnis machen Zur Info: Versicherer unseres Landesverbands ist die Firma Gaede & Glauerdt GmbH, Hamburg. In der Beitragsordnung für 1012 des LV Hannoverscher Imker e.V. beträgt für Mitglieder mit Bienen der Anteil der Versicherung 7,67 Euro pro Jahr. Zur Vollständigkeit folgende Information: Seit 2008 gilt eine Imkerei ab 26 Bienenvölkern als gewerbsmäßiges Unternehmen. Eine Folge daraus ist die Versicherungspflicht in der landwirtschaftlichen Unfallversicherung. Dies betrifft uns Hobbyimker mit deutlich weniger Bienenvölkern somit kaum. Dr. Arpad Asztalos |
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Über
eine
Reise
Vortrag bei der
Adventfeier des Imkervereins Lehrte Im würdigen Rahmen bei Kerzenlicht, Kaffe und Kuchen feierte unser Imkerverein den 3. Advent. Mittlerweile war das die 41. Adventveranstaltung unseres Vereins. 37 Vorträge über fremde Länder wurden bisher gehalten und mehrere Filme vorgeführt. Wie auch bisher wurden Weihnachtslieder gesungen, und einige unserer Mitglieder verlasen teilweise selbst verfasste Geschichten und Gedichte. Unser Gast, Kurt Knibbe aus der Wedemark, erzählte auf plattdeutsch lustige Geschichten, und der polyglotte Imkerfreund Schulz-Benckendorf glänzte mit tiefsinnigen Zitaten auf arabisch, griechisch und lateinisch. Die Tischdekoration stammte von unseren Imkerfrauen: gerollte Kerzen von Frau Jaster, Teelichter mit hübschen Deckchen von Frau Rißland, um einige zu nennen. Höhepunkt des Nachmittags war ein Bildvortrag von Herrn Willi Schedler, Vorsitzender des Imkervereins Wolfsburg, über seine vom Deutschen Bienenjournal organisierte Reise zu den Riesenhonigbienen in Nepal. Seine Ausführungen waren hochinteressant und die Präsentation spannend. Das Land, bis vor kurzem Königreich und seit 2007 Republik ohne Verfassung (!), grenzt an Indien und Tibet. Die Hauptreligionen sind Buddhismus und Hinduismus.
Das Land besteht aus völlig separat lebenden
40 Volksgruppen. Eine Vermischung untereinander findet nicht statt, obwohl
offiziell das Kastenwesen verboten ist. Es besteht keine Schulpflicht; der
Schulbesuch gilt als sehr teuer. Kathmandu grenzt an den mit über 8.000
Metern höchsten Berg der Erde, den Himalaja. Über der Stadt liegt ständig
eine Dunstglocke, bestehend aus Rauchgasen vom brennenden Abfall auf den
Straßen. Eine Müllabfuhr gibt es nicht, jeder wirft seinen Abfall auf die
Straße, der dort schließlich verbrannt wird. Das Straßenbild ist für
Europäer ungewöhnlich, zwischen bunt gekleideten
Wir danken unserem Imkerfreund Herrn Willi Schedler aus Wolfsburg herzlich für die virtuelle Reise, die wir mit ihm – wenn auch nur bei unserer Adventfeier – durch Nepal zu den Riesenhonigbienen machen durften. Dr. Arpad Asztalos |
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Was ist Imkerei? Sie ist Entspannung in einer anderen Welt! Imkerfreund D. Pannke charakterisiert unser gemeinsames Hobby: "Sobald ich meinen Bienenstand betrete, tauche ich in eine andere Welt ein. Da die Biene kein Ruckzuck liebt, erzieht sie den Imker zu ruhigem und gemessenem Handeln. Auf dem Bienenstand sind Ruhe und Entspannung angesagt. Wer vor dem Flugloch sitzt und die Bienen beobachtet gewinnt ein intensiveres Verhältnis zur Natur. Und für alles, was da grünt und blüht.... |
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....deshalb: werden auch Sie Mitglied in unserem Imkerverein Lehrte! Besuchen Sie unverbindlich als Gast unsere monatlichen Versammlungen (Stammtisch) mit Vorträgen und Informationen (Ort und Termine siehe Navigationsleiste unter "Infos"; Rückfragen unter "Kontakte" ). Und wenn es Ihnen bei uns gefällt, werden Sie Mitglied in unserem Verein! Gleich, ob Sie bereits Bienenvölker besitzen oder noch nicht, wir freuen uns auf Sie! |
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Ziele unseres Imkervereins: |
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Betreuung der Imkerschaft in Lehrte und Umgebung, sachgemäße Imkerei und Bienenzucht, - Maßnahmen zur Erhaltung unserer Landschaft, - Lehrveranstaltungen, Exkursionen und Geselligkeit, - Information der Öffentlichkeit über den Nutzen der Bienen für unsere Umwelt durch Medienberichte, Internetpräsenz, Ausstellungen und Beteiligung an Stadtfesten mit Infoständen. |
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Geschichte unseres Imkervereins: Gründung des Vereins Der Imkerverein Lehrte wurde 1938 gegründet. Die Anfangsjahre fielen somit in die Kriegszeit. Die Imkerschaft wurde durch Abgaben belastet (je Kasten 3 kg bzw. je Korb ½ kg Honig, je neu aufgestelltes Volk 1 kg Reinwachs). Nur wer sein Abgabesoll erfüllte, hatte Anspruch auf die Zuteilung von Zucker für das Winterfutter und Tabak für die Imkerpfeife. Mittelwände hatten die Imker aus der eigenen Wachserzeugung herzustellen. Aber auch Erfreuliches gab es, so die gezielte Schulung der Imkerschaft (z.B. Kurse im Bieneninstitut in Celle) und die Bereitstellung eines Bienenzuchtberaters. Neubeginn nach Kriegsende Im Januar 1946 fand die erste Versammlung nach dem Krieg statt. Nach H. Ahlvers und später K. Hornbostel wurde 1974 Gerhardt Fuhrich, Hämelerwald, 1. Vorsitzender und bekleidet dieses Amt unverändert auch heute. Nach Kriegsende herrschte Not, die Imkerei bot dabei Honig und Kerzenwachs als günstiges Tauschmittel. Demzufolge stiegen die Völkerzahlen stark an. Aber auch Rückschläge kamen: 1948 gab es infolge Insektenvernichtungsmitteln in der Landwirtschaft ein Massensterben von Bienen. Auch Bienenkrankheiten wie die Tracheenmilbe (zeitweilig), Nosema und ab den 80er Jahren die Varroamilbe (auch heute aktuell) brachten große Probleme. Nicht zuletzt auch der Preisverfall durch Überproduktion von landwirtschaftlichen Produkten, von denen auch Honig nicht ausgenommen war, bereitete den Imkern Probleme. Mitgliederstand und Bienenvölker Im Jahr 1938: 42 Mitglieder mit 573 Völkern 1950: 82 Mitglieder mit 650 Völkern 1968: 54 Mitglieder mit 659 Völkern 1988: 82 Mitglieder mit 579 Völkern 1998: 78 Mitglieder mit 432 Völkern (davon 15 Mitgl. ohne Bienen) 2003: 73 Mitglieder mit 520 Völkern Interessant ist auch die Rückentwicklung der Korbimkerei: Im Jahr 1938: 324 Körbe 1948: 133 1958: 63 1968: 40 ab 1978: keine 65 Jahre Imkerverein Lehrte Zum Jubiläum im Jahr 2003 wünscht sich der Verein: - bei Neupflanzungen im Interesse der Insekten mehr Achtung auf Vielfalt, - keine Kahlschläge in Heckenzeilen, an Böschungen, Feldrainen und Bachläufen, - die Ausweisung größerer Brachflächen und - ein zuverlässiges und preisgünstiges Varroa-Bekämpfungsmittel. Honigproduktion, Honigabsatz Der Preisverfall auf dem Markt, insbesondere durch Importe aus dem Ausland, führte zur verstärkten Qualitätssicherung des einheimischen Honigs. Honigschulung (z.B. im Celler Bieneninstitut) wurde für Jungimker ab 1. Januar 1993 zur Pflicht. Ein Vorteil des Vereins ist, dass der ehemalige Kreishonigobmann Hannover, Georg Stahlhut, Ehrenmitglied im Imkerverein Lehrte ist und somit sein Wissen dort immer noch direkt einbringen kann. Der Verein heute Monatliche Frühschoppen mit großer Beteiligung, regelmäßige Referate von Vereinsmitgliedern zu aktuellen Themen, Vorträge durch externe Fachleute, Besichtigungsfahrten in ganz Deutschland und aktive Beteiligung an Ausstellungen und Stadtfesten kennzeichnen einen lebendigen Verein in Lehrte. Hinzu kommen eine leicht steigende Mitgliederzahl und eine erfreuliche statistische Verjüngung des Vereins durch Jungimker als Neuzugänge. |
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Wichtige Anschriften:
Gesundheitszeugnisse für Bienenstände im Bereich Hannover stellen folgende
Veterinärbehörden aus:
Region Hannover
Landesverband Hannoverscher Imker e.V.: Kreisimkerverein Hannover: Vorsitzender: Dr.Reinhold Hergemöller, Meitzer Busch 31,30900 Wedemark, (05130) 40871 Imkervereine in der Region Hannover: Burgdorf: Werner Christmann, Schillerslager Str. 30,31303 Burgdorf, (05136) 2374 Burgwedel-Isernhagen: Hans-Michael Gorecki, Rosenweg 2,30938 Burgwedel, (05139) 5622 Hannover-Linden-Land: Eckard Schütte, Lessingstr. 11,30457, Hannover (0511) 461919 Hannover-Nord: Horst Ehlers, Lenther Str. 41,30455 Hannover, (0511) 492486 Langenhagen-Hann.-Land: Edgar Bause, Lindenstraße 4,30855 Langenhagen, (0511) 775886 Lehrte: Peter Spitzenberg, Im Klingenkampe 5A, 30659, (0511) 611473 Neustadt: Walter Scheithauer, Im Bleeke 24,30826 Garbsen - Meyenfeld, (05131) 52946 Osterwald: Wilfried Orthmann, Im Stühe 80,30826 Garbsen - Horst, (05131) 2202 Pattensen: Karl-August Heiser, In der Worth 21,31832 Springe, (05041) 2430 Springe: Joachim Brendel, Hallermundtskopf 6,31832 Springe, (05041) 61213 Wedemark: Dr.Reinhold Hergemöller, Meitzer Busch 31,30900 Wedemark, (05130) 40871 Wunstorf: Jürgen Thiele, Schloßstr. 26,31515 Wunstorf-Bokeloh, (05031) 6234
Lehrbienenstände:
Imkereibedarf, Imkereitechnik:
Sonstiges: Email: deutscherimkerbund@t-online.de, Internet: www.deutscherimkerbund.de LAVES - Institut für Bienenkunde, Herzogin-Eleonore-Alle 5, 29221 Celle
(05141) 9050340, Deutsches Bienen-Journal, Deutscher Bauernverlag, Postfach 31 04 48,
10634 Berlin Fragen zu Wespen, Hummeln, Hornissen siehe "Archiv" unter "Sonstiges" |
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Geschichte, Ziele und Aufgaben Im Jahr 1864 gründete eine Reihe von Imkervereinen den „Bienenwirtschaftlichen Centralverein für das Königreich Hannover". Um 1907 hielten die darin organisierten Imkerinnen und Imker noch ca. 200.000 Bienenvölker. Aus dem Centralverein entstand ab 1946 der Landesverband Hannoverscher Imker e.V. Im Verbandsgebiet gab es früher riesige Heideflächen. Die Betriebsweise der Korbimker konzentrierte sich vollends auf diese wichtige Trachtpflanze. Der Heidehonig wurde in ganz Deutschland verkauft. Durch die Technisierung in der Landwirtschaft verschwanden die Heideflächen immer mehr und stehen heute meist nur noch in Naturschutzgebieten zur Verfügung (Bild: Gifhorner Heide).
Das Fundament unseres Verbandes bilden die vielen, über das ganze Land Niedersachsen verteilten Mitglieder, die wiederum in den Imkervereinen und Kreisimkervereinen organisiert sind. Die Verbandsaufgaben haben sich ständig gewandelt. Stand nach dem 2. Weltkrieg die Beschaffung und Verteilung von imkerlichen Betriebsmitteln im Vordergrund, gilt es heute mehr, das Verständnis für die Imkerei in der Bevölkerung zu verbessern und zu vermitteln. Zusammenhänge der Natur müssen heute sehr viel intensiver erklärt werden. Das Niveau unseres Qualitätsproduktes „Echter Deutscher Honig" muss ständig überprüft und verbessert werden. Das Warenzeichen soll dem Anspruch der Verbraucher weiterhin gerecht werden, um im Markt vorn zu stehen. Die Züchtung der Honigbiene und die damit verbundene Steigerung der Leistung in den vergangenen Jahrzehnten wird von unserer Organisation vorangetrieben. Auf diese Weise sind wir in der Lage, bei Verschlechterung der Trachtangebote in der Natur einigermaßen stabile Erträge zu erzielen. Bienenhaltung ist eine attraktive Freizeitbeschäftigung und gehört in den ländlichen Raum wie in die Städte, um den Erhalt von Fauna und Flora für kommende Generationen abzusichern. Ohne Betreuung durch die Imkerinnen und Imker können Bienenvölker in der Natur heute nicht überleben. Auch in Zukunft liegt die wesentliche Aufgabe des Landesverbandes darin, die Ausübung der Imkerei zu fördern, indem wir den konstruktiven Dialog mit unseren Partnern in Instituten, Ministerien und Verbänden führen. Weitere Schwerpunkte:
Jürgen Frühling, 1. Vorsitzender Landesverband Hannoverscher Imker e.V. |